Der Religionsunterricht (RU) unserer Schule orientiert sich nicht nur an unserem „Leitbild“, sondern v.a. an der Zielsetzung der „Würzburger Synode“ und stimmt mit dem Synodenbeschluss überein, dass der RU ein Gewinn ist, - „wenn die Schüler beim Verlassen der Schule Religion und Glaube zumindest nicht
für überflüssig oder gar unsinnig halten; - wenn sie Religion und Glaube als mögliche Bereicherung des Menschen, als
mögliche Kraft für die Entfaltung seiner Persönlichkeit, als möglichen Antrieb für die Realisierung von Freiheit begreifen; - wenn die Schüler Respekt vor den Überzeugungen anderer gewonnen haben;
- wenn sie fähig sind, in der Diasporasituation des Glaubens sich begründet und
verantwortlich mit dem lebensanschaulichen Pluralismus auseinander zu setzen und sich der Wahrheitsfrage zu stellen; - wenn ihre Entscheidungsfähigkeit und Entscheidungswilligkeit so gefördert wurden,
dass sie imstande sind, ihre persönliche Glaubenseinstellung zu überprüfen, zu vertiefen oder zu revidieren und so eine gewissenhafte Glaubensentscheidung zu treffen; - wenn die Schüler, je nach Möglichkeit, angestoßen von diesem Unterricht, zu einer
engagierten Begegnung mit der Wirklichkeit des Glaubens, einschließlich der konkreten Kirche, bereit und fähig sind“ (Abschnitt 2.6.5.).
Diesem Anspruch versuchen wir u.a. dadurch gerecht zu werden, dass wir als Regelfall in jeder Jahrgangsstufe – was mittlerweile leider keine Selbstverständlichkeit mehr ist – einen 2-stündigen kath. wie ev. RU und ab Kl. 8 mit Beginn der Religionsmündigkeit das Ersatzfach Praktische Philosophie anbieten. Inhaltlich orientiert sich der RU an den Vorgaben der Rahmenrichtlinien, wobei der Unterricht stets so gestaltet wird, dass die Wirklichkeitserfahrungen der SchülerInnen eingebracht und die interkulturellen wie sozialethischen Dimensionen berücksichtigt werden. Schulgottesdienste zu Schuljahresbeginn anlässlich der Aufnahme der neuen 5er und zum Schuljahresende im Zuge der Entlassfeier der 10er sowie zu Hochfesten des Kirchenjahres gehören gleichfalls unverzichtbar zum Schulleben. In Abstimmung mit den Inhalten des Faches stellen diverse Exkursionen zu außerschulischen Lernorten in der Region einen charakteristischen Schwerpunkt unseres RU dar: Dies reicht vom Besuch der in unmittelbarer Schulnähe dicht beieinander liegenden ev. und kath. Kirche, über die Besichtigung der Moschee in Lobberich und der Synagoge in Mönchengladbach, einer Fahrradtour zu den im benachbarten Steyl gelegenen Klosteranlagen samt vertieftem Gespräch mit den Ordensleuten bis hin zu Kirchenerkundungen der umliegenden Gemeinden unter dem Aspekt „Christliche Baukunst im Großraum Nettetal“ mit dem krönenden Abschluss Aachener oder Kölner Dom.
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