Die besondere Grenznähe unserer Schule legt es nahe und so ist unsere Schule eine der wenigen in Nordrhein-Westfalen, in denen Niederländisch ab Klasse 6 unterrichtet wird. Mit der erfolgreichen Teilnahme an fünf Jahren Niederländischunterricht sind auch zugleich die Voraussetzungen für die beim Abitur erforderliche zweite Fremdsprache erfüllt. Geht es in den ersten drei Jahren zunächst um die Vermittlung eines Grundwortschatzes in Anwendungssituationen und der dazugehörigen Grammatik, so stehen in den nächsten beiden Jahren die themenbezogene Erweiterung des Wortschatzes, die Erweiterung des Wissens über die Nachbarkultur und die Anwendung des Erlernten in selbst geschriebenen Texten im Vordergrund. Dabei wird die Themenauswahl im Rahmen der Lehrpläne von den Schülerinnen und Schülern selbst vorgenommen. Da es sich um Themen aus der Geschichte, Politik, Kultur und Gesellschaft des niederländischen Sprachraumes handelt, ergeben sich vielfältige Anknüpfungspunkte an den Unterricht anderer Fächer. Einen thematischen Unterpunkt bildet dabei das zuweilen nicht ganz unkomplizierte Verhältnis zwischen den Niederlanden und Deutschland, was sich schon bei einem Blick auf das Leben in den Niederlanden im Zweiten Weltkrieg oder auf den sportlichen Bereich zeigt. Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, wie sie sich im Nachbarland verhalten können, um dort gern gesehene Gäste zu sein. Um zu einem besseren Verständnis des Nachbarlandes zu kommen, einen Einblick in die Lebenswelt niederländischer Jugendlicher zu erhalten und die Sprache einfach einmal in der Praxis verwenden zu können, bemühen wir uns derzeit, für die Klassen 9 einen Schüleraustausch mit dem Stabrecht College in Geldrop bei Eindhoven aufzubauen. Kontakte nach Belgien, die dann z.B. zu gemeinsamen Projekten per E-Mail führen könnten, haben wir bisher leider noch nicht herstellen können. Insgesamt achten die im Fach unterrichtenden Kolleginnen und Kollegen darauf, dass nicht aus dem Blick gerät, dass der niederländische Sprachraum mehr umfasst als die Niederlande selbst und dass auch ein Kennenlernen unseres ebenfalls recht nahen Nachbarlandes Belgien gefördert wird. In den Klassen 9 und 10 wird ein Eindenken in die Lebenswelt eines der beiden Nachbarländer auch dadurch gefördert, dass in beiden Schuljahren je ein (Jugend-)Buch als Lektüre gelesen wird. Zuweilen soll auch in Form von Projekten in Einzel- und Teamarbeit das eigenständige Erstellen größerer zusammenhängender Darstellungen in der Zielsprache mit den dazugehörigen Kompetenzen wie Materialsuche und -auswahl, Wahl einer passenden, kreativen Darstellungsform gefördert werden. Zusätzlich zu den normalen Niederländischkursen im Neigungsschwerpunktbereich finden zuweilen im Wahlpflichtbereich der Klassen 9 und 10 Kurse statt, die Möglichkeit bieten, sprachliche Grundkenntnisse und landeskundliche Kenntnisse zu den Nachbarländern Belgien und den Niederlanden zu erwerben. Abseits vom eigentlichen Niederländischunterricht ist es auch durchaus möglich, das Schülerbetriebspraktikum in Klasse 9 in der niederländischen Grenzregion zu absolvieren, was aber einer frühzeitigen Planung bedarf. |