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Mit dem Coach zum Traumjob

Das Projekt "baseL" unterstützt Jugendliche bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Fünf Coaches sind bereits an Real- und Gesamtschule beratend im Einsatz. Jannik Steger und Sophie-Marie Bohm fanden so den Weg zum Traumjob.


Jannik und Sophie-Marie strahlen über das ganze Gesicht. Die Mühen haben sich gelohnt, denn sowohl der 16-Jährige, als auch die 15-Jährige beginnen schon im Sommer mit ihrer Ausbildung - zu ihren Traumjobs. "Ich möchte Garten- und Landschaftsbauer werden", sagt Jannik Steger voller Begeisterung. Seine Schulkameradin Sophie-Marie Bohm wird in der Parfümerie Becker ihre Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel anfangen. Die beiden Jugendlichen zählen zu den wenigen aus ihrer Stufe, die bereits ihre Ausbildungsverträge unterzeichnet haben. "Die meisten machen erst einmal Abitur und wollen dann weitersehen", erzählt der Kaldenkirchener Jannik.


Ihn wollten gleich zwei Ausbildungsbetriebe aus dem Kreis Viersen als Lehrling für sich gewinnen. Nach mehrwöchigen Praktika hatte sich der Schüler dann schließlich entschieden: "Wichtig war mir das Themengebiet, auf dem ich arbeite, aber auch die Kollegen und die Frage, ob wir gut klar kommen", so der Schüler. Jannik zählt bereits die Tage bis er endlich mit seiner Ausbildung beim Garten- und Landschaftsbetrieb Zanders in Süchteln beginnen darf: "Vorher kommen leider noch die zentralen Prüfungen, und da bin ich optimistisch, dass das alles gut läuft", so der Realschüler. Den Weg, nach dem Abitur eine Ausbildung anzufangen, hat er bewusst abgelehnt: "Eine Alternative war, Musik zu studieren, aber ich will jetzt arbeiten und kann es später immer noch machen."


Bei seiner und Sophie-Marie Bohms Bewerbung hat Sabina Dannenmann vom gemeinnützigen Verein "baseL" in Nettetal die Jugendlichen unterstützt. Doch auch die Familien seien wichtige Instanzen, um den richtigen Weg nach der Schule zu finden. Unterstützt wird das Projekt "baseL" von der Nettetaler Sparkassenstiftung, die Jugendlichen den Einstieg in das Berufsleben erleichtern möchte. "Die Zeiten haben sich verändert, denn die Unternehmen müssen sich heutzutage um gute Auszubildende bemühen", erklärt Jochem Dohmen vom Stiftungsvorstand der Sparkasse. Jedes Jahr habe die Sparkasse rund 60 Ausbildungsplätze zu vergeben und vier Monate vor Beginn seien noch viele nicht besetzt, so Dohmen.


Die Zeiten, an denen den Unternehmen gute Auszubildende die Türen einrannten, wären vorbei, so Bürgermeister Christian Wagner (CDU). "Man muss als Unternehmen auch etwas dafür tun", so Wagner weiter, der Vorsitzender im Stiftungskuratorium ist.


Bei baseL sei es auch das freundschaftliche Verhältnis zu Sabina Dannenmann und ihren Kollegen, das die Jugendlichen auf dem Weg von der Schule in den Beruf oder ins Studium so schätzen. "Wir sind ganz klassisch zu persönlichen Gesprächen hier, aber auch per E-Mail oder Whatsapp erreichbar", so Sabina Dannenmann. "Mein Kollege Andre Moors übernimmt jetzt die Arbeit an der Realschule, ich werde der Oberstufe der Gesamtschule berufsberatend zur Seite stehen."


Jannetta Janssen