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Musik

1 Ausgangslage
1.1 Institutionelle Bedingungen
1.2 Mediale Ausstattung
1.3 Lernvoraussetzungen (anthropogen)
2 Methodisch – didaktische Konzeption
2.1 Aufgaben und Ziele im Fach Musik
2.2 Themenbereiche
2.3 Handlungsfelder
3 Aufführungen
4 Weitere Projekte


1 Ausgangslage
1.1 Institutionelle Bedingungen
Für den Musikunterricht an der Städtischen Realschule steht ein großer Musikraum zur Verfügung. Obwohl im Souterrain gelegen, bieten die großen Fenster ausreichende Lichtverhältnisse. Eine Verdunklungsmöglichkeit ist nicht vorhanden. Der Raum ist so groß, dass er sowohl für Musik und Bewegung als auch für instrumentalpraktische Übungen ausreichend Fläche bietet. In einem Nebenraum befinden sich diverse Instrumente und eine Beschallungsanlage.
Die Schülerinnen und Schüler sitzen an Gruppentischen, die jeweils aus vielen Einzeltischen gebildet werden. Diese Sitzordnung bietet bei Partner- und Gruppenarbeit Vorteile, bei praktischem Musizieren oder anderen Aktivitäten kann die Sitzordnung einfach variiert werden.
Zurzeit findet der Musikunterricht nur in den Klassen 5 und 6 statt. Daneben wird als freiwillige Arbeitsgemeinschaft ein Schulchor, allerdings nur für die fünften Klassen, angeboten, in dem z. Zt. ca. 35 Schüler mitwirken. Außerdem gibt es eine Schulband mit ca. 6 Mitwirkenden. Geplant ist eine Sambagruppe, die aus Lehrern und Schülern gebildet werden wird.

1.2 Mediale Ausstattung
Technik - Hifi-Anlage
- Beschallungsanlage
- 1 transportabler Gesangsverstärker
Tonträger - Schallplatten älteren Datums
- die sonstigen im Unterricht eingesetzten CD‘s, Musikcassetten (z.B. die den Schulbüchern gehörigen CD‘s) sowie DVD´s sind Eigentum des Musiklehrers)
Schulbücher - Hauptsache Musik 5/6
- Hauptsache Musik 9/10
- Musikunterricht Band 1
- Musik im Leben, jeweils als Klassensatz
Instrumente - Flügel (in der Aula)
- E – Piano älteren Datums (Yamaha)
- 1 Cembalo (2 Manuale, 4 Register)
- 1 Klarinette
- Blockflöten (2 Sopran, 1 Alt, 1 Tenor, 1 Bass)
- 3 akustische Gitarren
- einige Stabspiele (Holz und Metall)
- 4 Keyboards
- 2 Drumsets (Grundausstattung), davon eines für Aufführungen
- diverse Rhythmusinstrumente
- diverse selbstgebaute (Rhythmus-) Instrumente

1.3 Lernvoraussetzungen (anthropogen)
Die Vorerfahrungen der meisten Schülerinnen und Schüler beschränken sich auf den rezeptiven Umgang mit Musik, z.B. durch audiovisuelle Medien. Eigeninitiierte Besuche von Aufführungen (Konzerte, Musiktheater, Festivals) sind in unserer Region eher selten. Wenige Schülerinnen und Schüler lernen oder beherrschen ein Instrument. Eine Musikschule am Ort ist nicht vorhanden, privater Musikunterricht die Ausnahme. Am ehesten geschieht musikalische Ausbildung in einigen Grundschulen (vor allem Blockflöte) und in Vereinen (z.B. Pfarrorchester Leuth, Trommlercorps usw.). Keyboards sind verbreitet und können meist im Ein-Finger-System gespielt werden.

Die meisten Schüler singen gerne, vor allem zu Halb-Playbacks. Tanzen (Bewegen zur Musik) erfreut sich teils großer Beliebtheit, wird aber z.T. auch abgelehnt. Das Musizieren im Klassenverband ist beliebt, wobei sich aber viele Schüler auf Rhythmusinstrumente beschränken. Diesen Punkt betreffend wird der Musikunterricht grundlegend umgestaltet werden. Das gemeinsame Musizieren soll durch eine neue Methode, genannt „Der Klassenmusiker“ einen wesentlich größeren Stellenwert als gegenwärtig bekommen. (Siehe auch

2 Methodisch-didaktische Konzeption
Das Konzept der Unterrichtsreihen orientiert sich vorwiegend an folgenden Leitbegriffen:
a) darbietend /expositorisch
b) induktiv
c) elementhaft-synthetisch
Begründung:
a) Die vom Lehrer vorstrukturierte Vorgehensweise erleichtert den Schülerinnen und Schülern die Erschließung des Unterrichtsgegenstandes. Der Lernprozess wird zeitlich gestrafft und für die Schüler transparent.
b) Ausgehend vom exemplarischen Beispiel sollen die Schülerinnen und Schüler für musikalische Phänomene allgemeingültige Definitionen finden.
c) Bei größeren musikalischen Abschnitten empfiehlt sich nicht immer eine Erarbeitung in chronologischer Abfolge, sondern sollte dem Vom-Einfachen-zum-Schweren-Prinzip folgen. Zum Schluss werden einzelne Elemente zusammengesetzt und im Kontext erschlossen.
Um den Zielen und Inhalten des Musikunterrichts gerecht zu werden, ist der handlungsorientierte Ansatz im Musikunterricht zu bevorzugen. Dabei spielt nicht nur die Motivierung der Schülerinnen und Schüler eine Rolle, sondern auch die Ausbildung von Konzentrationsvermögen und sozialen Verhaltensweisen. Darüber hinaus bieten nach o.g. Leitbegriffen handlungsorientiert gestaltete Unterrichtsreihen verstärkt die Möglichkeit, das außerschulisch erlernte Instrumentalspiel sinnvoll einzubeziehen bei gleichzeitiger innerer Differenzierung nach instrumentaler bzw. musikpraktischer Leistungsfähigkeit.

2.1 Aufgaben und Ziele im Fach Musik
Zentraler Begriff des Lehrplan Musik von 1994 ist die Erfahrungsbezogenheit. Lerninhalte des Musikunterrichtes sind weniger die Musikwerke als Gegenstand an sich, sondern vielmehr der lebendige, handelnde, gleichermaßen kognitive, affektive und psychomotorische Umgang mit ihm. Nicht Werkbetrachtung, sondern Werkerfahrung soll angestrebt werden.
Musikunterricht als Bestandteil schulischer Bildung hat die Aufgabe an der individuellen Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler mitzuwirken.
Er fordert von ihnen nicht nur eine reflexive Auseinandersetzung, sondern auch emotionales Ergriffensein. Grundsätzlich befähigt er in besonderem Maße zu sozialem und kommunikativem Handeln.

Daraus ergeben sich folgende Zielsetzungen für den Musikunterricht.
- Hilfen und Möglichkeiten zu einer sinnerfüllende Lebensgestaltung anzubieten.
- Freude am Musizieren, am Musikhören, und der Bewegung nach Musik und die Neugierde auf neue Erfahrungen mit Musik wecken und erhalten.
- Möglichkeiten aufzeigen, wie durch verantwortungsvolles Handeln im kulturellen Bereich Einfluss genommen werden kann.
- Beiträge zur Berufsorientierung leisten.

2.2 Themenbereiche
Um Einseitigkeiten des Musikunterrichtes zu vermeiden ist die Behandlung folgender Themenbereiche in jeder Doppelstufe verbindlich:
1. Lieder, Spielstücke, Tänze
2. Instrumente, Stimme
3. Musik aus verschiedenen Zeiten
4. Musikalische Formen und Kompositionsprinzipien
5. Musik und Programm
6. Musik und Theater
7. Musik in unserer Umgebung
8. Popularmusik – Pop, Rock, Jazz

In der Regel entspricht eine Unterrichtsreihe nur schwerpunktmäßig einem Themenbereich.
Überschneidungen und damit Zuordnung von mehreren Themenbereichen ist möglich, ja sogar die Regel. Da alle Themenbereiche in jeder Doppeljahrgangsstufe vorkommen, ist eine spiralförmige Anordnung der Lerninhalte mit der Altersstruktur entsprechenden Schwerpunkten empfehlenswert.

2.3 Handlungsfelder
Erfahrungsbezogener Musikunterricht beinhaltet vier Handlungsfelder, die alle möglichst in jeder Unterrichtsreihe vorkommen sollten. Diese sind
- Musik machen
- Musik hören
- über Musik nachdenken
- Musik umsetzen

Musik machen ist ein anthropologisches Grundbedürfnis und kann sich positiv auf die Persönlichkeitsstruktur auswirken. Hierbei werden aus lernpsychologischer Sicht Denkprozesse an konkrete Tätigkeiten (singen, musizieren) geknüpft.
Musik hören bedeutet die bewusste Zuwendung zum Musikgegenstand. Dies können Darbietungen oder eigenes Musizieren sein. Dazu gehört, die Musik gefühlsmäßig zu erleben, beschreiben und benennen sowie Verläufe zu einer Notation in Bezug setzen. Entscheidend ist hier die Bereitstellung von Hör- und Beurteilungskriterien.
Über Musik nachdenken heißt im weitesten Sinne Musik analysieren. Dabei sollen psychologische, gesellschaftliche, geschichtliche und ethnologische Aspekte der Musik berücksichtigt werden. An dieser Stelle muss den Schülern zugestanden werden, ein Geschmacksurteil abzugeben.
Gleichzeitig befähigt die fortschreitende Erkenntnis die eigene Position zu überdenken und Toleranz gegenüber Urteilen anderer zu entwickeln.
Musik umsetzen verlangt die Einbeziehung anderer Sinneserfahrung im Sinne der polyästhetischen Erziehung oder Anbindung an andere Fächer. Musik kann in Bewegung, szenisch, bildlich oder textlich umgesetzt werden.

3 Aufführungen
Für die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler dürfen die Erfahrungen, die bei Auftritten gewonnen werden können. nicht außer Acht gelassen werden. Dies gilt sowohl für Auftritte vor Publikum (Aula, Schulgelände, bei Gottesdiensten, etc.), die zurzeit vom Chor und der Band geleistet werden, als auch für Auftritte vor der Klasse im Unterricht (meist im Musikraum).
Traditionell werden an unserer Schule folgende Veranstaltungen fortgeführt:
- Gestaltung der Abschlussfeier der 10. Klassen in der Kirche und in der Aula
- Gestaltung der Karnevalsfeier in der Aula
- Offenes Weihnachtssingen
- Gestaltung von Schulfesten
- Gestaltung von Projekttagen
Auch Musicals wurden bereits von verschiedenen Ensembles aufgeführt.

4 Weitere Projekte
Grundsätzlich sollte in jeder Klasse ein Projekt durchgeführt werden. Dieses kann klein oder aufwendig gestaltet werden. Anregungen von Schülerinnen und Schülern sollten aufgegriffen werden.
Folgende Projekte wurden in letzter Zeit durchgeführt:
- „Ich stelle meine Lieblingsmusik vor“
- Gruppentanz zu populärer Musik
- Rappen zu vorgegebenen Mustern (Tracks)
- Tanzen (einfache Moves) zu Rapmusik
- „Wir singen und spielen Zirkus“
- Selbstbau einfacher Musikinstrumente

Anmerkung: Der Musikunterricht an unserer Schule ist im Moment im Prozess der Umgestaltung. Das Ziel ist dabei, Schüler ohne Vorkenntnisse zum Musizieren zu bewegen. Das Konzept „Der Klassenmusiker“ wird im Schuljahr 2007/08 zum ersten Mal in unserer Schule ausprobiert. Wenn erste Erfahrungen vorliegen, wird an dieser Stelle ausführlich darüber berichtet.
Ebenso wird eine Samba-Gruppe gegründet. Auch darüber wird ausführlich berichtet werden.